Leserbriefe

Reinach kann stolz auf seine Entwicklung sein

Bedingt durch Wachstum wurde in den vergangenen sechzig Jahren mit historischer Bausubstanz oft unzimperlich umgegangen. Die Stiftung für Baselbieter Baukultur hat sich zum Ziel gesetzt, einige Zeugen der Vergangenheit zu erhalten – so auch das Reinacher Taunerhaus.

In den vergangen sechzig Jahren haben sich unsere Dörfer und Städte gewaltig verändert. Nicht nur in der Ausdehnung, auch in ihrer inneren Struktur. So wurden die wenigen verbliebenen Bauern «ausgesiedelt», die stark gestiegene Mobilität erzwang Anpassungen wie Umfahrungsstrassen. In dieser stürmischen Entwicklung nahm man sich oft wenig Zeit für die Verbindung von Altem mit Neuem.

Die private Stiftung für Baselbieter Baukultur hat sich zum Ziel gesetzt, einige Zeugen der Vergangenheit mit der Gegenwart und Zukunft zu verbinden, und zwar weniger in Museumsart, sondern in der angepassten Nutzung von älteren Bauten an die heutige Zeit.

In mehreren Baselbieter Gemeinden – ich denke da an Binningen, Bottmingen, Aesch oder Pratteln – haben «Schlösser» eine neue Verwendung gefunden. Über andere Gebäude hört man weniger. In Reinach geht es um ein Taunerhaus, ein Zeugnis für das bescheidene und harte Leben vieler Landbewohner. Doch Reinach braucht deswegen den Vergleich mit den «Schlossgemeinden» nicht zu scheuen. Es kann stolz sein auf seine Herkunft und auf die blühende Stadt, zu der es in den letzten hundert Jahren herangewachsen ist.

Dank vieler kleiner und grosser Spenden ist die Stiftung in der Lage, die Verantwortung für die Instandstellung und eine gute Nutzung des Taunerhauses zu übernehmen. Es wäre deshalb schön, wenn Sie als Reinacherinnen und Reinacher diesem Anliegen eine Chance geben.

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